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Autor Thema: Metropolis  (Gelesen 1784 mal)

Offline gowain

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Metropolis
« am: 19. Februar 2010, 10:22:26 »
Fritz Lang's Stummfilm-Klassiker lief neulich auf ARTE. Ich habe schon seit Jahren gehofft, irgendwann mal die Gelegenheit zu kriegen, den Film zu sehen. Nun kam sogar eine restaurierte Version im TV, die seit vielen Jahren verschollenen, rausgeschnittenen Passagen wurden wiedergefunden, digital berarbeitet und wieder eingefügt.
Ich habe ein wenig zuviel erwartet, muß ich zugeben. Aber ich glaube, die Produktion dieses Films bewegte sich schon an der Grenze des damals technisch wie finanziell machbaren.
Die Schauspieler machten einen guten Job, es waren auch einige "Legenden" dabei, so z.B. Götz' Vater Heinrich George und (in einer Nebenrolle) Berthold Brecht's Frau Helene Weigel.
Besonders haben mir aber die Gestiken und Mimiken von Fritz Rasp gefallen, der den "Schmalen" spielte ... umwerfend. Sozusagen der Vater aller Filmschurken.
Wer hat sonst noch den Film gesehen und wie fandet ihr ihn?
Für Popcornverbot im Kino!

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Metropolis
« am: 19. Februar 2010, 10:22:26 »

achterwasser

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Re: Metropolis
« Antwort #1 am: 19. Februar 2010, 23:36:53 »
Ich hab das neulich auch verfolgt, bin aber etwa wg. Müdigkeit (lag nicht am Film!!!)
nach ner Stunde ins Bett. Muß ihn unbedingt nochmal ganz sehen.
Daher mein Eindruck unter Vorbehalt :
Also optisch war ich schon beeindruckt. Von der Filmathmosphäre auch.
Schauspielerisch hab ich nichts zu meckern, war jetzt aber auch nicht hin und weg.
Der Typ, der den jungen Freder beschattet, der ist mir irgendwie aufgefallen.
Das war so ein richtiger Prototyp des "Bösen".
(Ist das "Der Schmale"?)
Die Live-Begleitmusik fand ich total klasse und das war auch der Grund, warum ich es bedauert habe so müde zu sein.

Offline gowain

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Re: Metropolis
« Antwort #2 am: 20. Februar 2010, 13:31:50 »
 :)
Jap, das war "Der Schmale".
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nachosandwine

  • Gast
Re: Metropolis
« Antwort #3 am: 30. April 2010, 01:55:11 »
Mir hat der Film sehr gut gefallen! Habe ihn das erste Mal bei seiner "Uraufführung" im Februar bei Arte gesehen. Hatte noch versucht Karten für die Frankfurter Oper zu bekommen... aber das war dann leider nicht mehr möglich, trotz diversen Anfragen und Kontakten. Dieses geschichtliche Filmereignis hätte ich gerne "Live" dort erlebt. Aber Ok... die Live Musik hatte man ja trotzdem, aber das Ambiente fehlte dann natürlich.

Klar, der Film ist Lang, und die eine oder andere Szene hätte man etwas schneller vorantreiben können (heutzutage ist man ja kaum noch so lange Filme gewöhnt) aber insgesamt hat der Film eine tolle Stimmung vermittelt. Und bedenkt man die technischen Möglichkeiten...
Meine Lieblingsszene ist die Tanzszene von der Maria als Robotermensch (und erst die Musik dazu!). Beeindruckend und irgendwie verstörend sowie hypnotisierend:

http://www.youtube.com/watch?v=S08y0PUOc2k

Gruß


Offline Jerry

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Re: Metropolis
« Antwort #4 am: 01. Oktober 2010, 13:45:37 »
Metropolis ist einer von den Filmen, die mich am meisten beeindruckt haben - umso neugieriger war ich auf die endlich "fast vollständige" Fassung. Selbst die Fassung in der DVD Werkedition Fritz Lang war ja noch die "alte" Transit-Film Fassung wo ein ganzer Haufen Szenen fehlte.

Obwohl ich auch die kolorierte Fassung mit der Musik von Giorgio Moroder stimmungsmäßig gar nicht schlecht fand (im Gegentum, ich hör immer noch gern den Soundtrack davon obwohl es total 80er-mäßig ist) gibt es Stimmungen, die man nur mit der Originalfassung und einer dazu passenden, originalgetreuen Musik einfangen kann. Fritz Lang war eben in gewissen Dingen ein absolutes Genie.

Über die Story dahinter kann man sich natürlich intensivst streiten - aber man darf nie vergessen, wann dieser Film entstand. Für die Zeit ist die Umsetzung incl. der Spezialeffekte umwerfend, und die Zeit war es auch, die den Hintergrund für die Story (und die den ganzen Film durchziehende Düsternis) lieferte. Ich habe die verschiedenen Fassungen des Films sicherlich schon deutlich über 10mal gesehen und es werden noch einige Male dazukommen. Schön wäre, wenn man die doch sehr stark beschädigten Stücke aus der jetzt rekonstruierten Fassung irgendwann "passend rechnen" könnte - eine wirkliche Hoffnung, dass es noch eine intakte Kopie irgendwo gibt, besteht ja nicht mehr.

Als ergänzendes Material für Fans der Materie mit einer gewissen Affinität zu Comics kann ich übrigens Dr. Mabuse von Beroy empfehlen. Den Roman von Thea von Harbou hingegen braucht man eigentlich nur dann zu lesen, wenn man wirklich Probleme hat, den Film zu verstehen oder der Handlung zu folgen. Ich habe jedenfalls keine neuen Erkenntnisse daraus gewonnen ;)

LG
Jerry
"Haben Sie manchmal déjà vus?" - "Ich weiß nicht, aber ich kann ja mal in der Küche nachfragen..."

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Re: Metropolis
« Antwort #4 am: 01. Oktober 2010, 13:45:37 »

 

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